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AD(H)S
Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit und ohne Hyperaktivität; Stoffwechselerkrankung im Gehirn, dadurch ist eine optimale Reizweiterleitung nicht möglich.Bei den betroffenen Personen liegt generell eine Unteraktivierung vor. Der Körper versucht diese jedoch unterschiedlich zu kompensieren:

ADS – zum Beispiel Wegträumen

ADHS – zum Beispiel Aktivierung durch vermehrte motorische Bewegungen am Tisch (zappeln, ständiges Aufstehen).
Vorwiegende Symptome: motorische Unruhe, mangelnde Konzentrationsfähigkeit, impulsives Verhalten, oppositionelles Verhalten, Träumen

Aphasie
Zusammenfassende Bezeichnung für Störungen des Sprechvermögens und des Sprachverständnisses bei erhaltener Funktion des Sprechapparates und des Gehörs (bedingt durch organische Veränderungen in der Großhirnrinde).

Apraxie
Ist die Unfähigkeit, sinnvolle und zweckentsprechende Bewegungen auszuführen trotz erhaltender Funktionstüchtigkeit des Bewegungsapparates (infolge zentraler Störungen).

Arthrose
Bezeichnet einen Gelenkverschleiß, der das altersübliche Maß übersteigt. Häufig ausgelöst durch ein Übermaß an Belastung, eine angeborene oder traumatische Ursache.

Ataxie
Störung des geordneten Ablaufs und der Koordination von Muskelbewegungen, zum Beispiel Missverhältnis zwischen Kraftaufwand und Bewegung (auf organischen Veränderungen im Gehirn oder Rückenmark beruhend).

Aufmerksamkeit
ist die Zuweisung von Bewusstseinsressourcen auf Bewusstseinsinhalte: die Aufmerksamkeit ist wichtig um Informationen bewusst wahrzunehmen und zu verarbeiten.

Autismus
Autismus wird von Ärzten, Forschern, Angehörigen und Autisten selbst als eine angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns beschrieben, die sich schon im frühen Kindesalter bemerkbar macht. Es wird zwischen verschiedenen Schweregraden unterschieden, Symptome können sein: In-sich-gekehrt-sein, Kontaktunfähigkeit, Unzugänglichkeit.

Chronische Polyarthritis
Siehe rheumatoide Arthritis

CTS
Karpaltunnelsyndrom- häufig einhergehend mit Einschlafen, Taubheit und Schwäche in der betroffenen Hand

Diplegie
Doppelseitige Lähmung der Extremitäten (beide Arme oder beide Beine).

Down-Syndrom
Siehe Morbus Down

Dysphasie
Zentral bedingte Sprachstörung, leichte Form der Aphasie.

Dyspraxie
Ist die leichtere Form der Apraxie.
Das bedeutet, dass Schwierigkeiten in der motorischen Koordination zu beobachten sind.

Dyskalkulie
Die Diagnose Dyskalkulie kennzeichnet immer besonders deutliche Schwierigkeiten im Fach Rechnen.

Dyslexie
Lesestörung, Störung der Fähigkeit, geschriebenes zu erfassen, geistig aufzunehmen und zusammenhängend vorzulesen.

Eigensteuerung
Die Eigensteuerung lenkt zumeist unbewusst jegliches Verhalten eines Menschen.
Die Fähigkeit der Eigensteuerung, sich selbst zu organisieren, wird Selbstregulation der Eigensteuerung genannt.

Fibromyalgie (Faser- Muskel-Schmerz)
Chronische, nicht entzündliche Erkrankung, deren Symptome u.a. von starken, lokalwechselnden Schmerzen, Müdigkeit, Wetterfühligkeit, Schwellungen u.v.m einhergeht

Frustrationstoleranz
Beschreibt einen angemessenen Umgang mit Misserfolgssituationen.

Gleichgewicht
Reaktion und Anpassung auf Veränderungen der Körperposition: Der Mensch ist in der Lage in Ruhe und in Bewegung über die Gleichgewichtsregulation eine angenehme und sichere Körperhaltung in Bezug zur Schwerkraft einzunehmen.

Hemiparese
Halbseitige leichte Lähmung, leichtere Form einer Hemiplegie

Hemiplegie
Motorische Lähmung einer Körperseite

Hyperaktivität
Ist ein Symptom des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms.

Hypertonie
Erhöhte Muskelspannung

Hypotonie
Geringe Muskelspannung

ICP (Infantile Cerebralparese)
Eine Hirnschädigung, die vor, während oder nach der Geburt auftreten kann. Ein Symptomkomplex, dessen Hauptkennzeichen eine motorische Störung ist.( starke Muskelanspannung und mangelnde Bewegungskoordination)

Körperbegriff
Das Wissen um den eigenen Körper (2 Beine, 2 Arme) und die Kenntnis von den Funktionen der verschiedenen Körperteile.

Körperimago
Subjektives Empfinden des eigenen Körpers (zum Beispiel klein, dick, dünn,...)

Körperschema
Unbewusste Raumlagebefindlichkeit des Körpers;
Reguliert die Lage der Muskeln und Körperteile in Bezug zueinander
(ohne Körperschema wäre Sitzen, Stehen, Gehen nicht möglich)

Körperwahrnehmung
Die Wahrnehmung, die eine Person von ihrem eigenen Körper hat.
Sie setzt sich zusammen aus den Sinneseindrücken des Körpers, die in Form von „Landkarten“ im Gehirn gespeichert werden.(aus Jean Ayres Bausteine der kindlichen Entwicklung)

Kontraktur
Fehlstellung eines Gelenkes mit Bewegungseinschränkungen;
dauernde Verkürzung und Schrumpfung von Weichteilen (z. B. Narbenkontrakturen der Haut nach Verbrennungen)

Konzentration
Ist die willentliche Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit. Sie erfordert geistige Anstrengung und ist zeitlich begrenzt.

Koordination
Prozess der Bewegungssteuerung:
Der Mensch hat die Möglichkeit Bewegungen flüssig und sicher durchzuführen und neue Bewegungsmuster zu trainieren und abzuspeichern.

Kurzzeitgedächtnis
Das Kurzzeitgedächtnis hat ein sehr begrenztes Fassungsvermögen (zw. 5 – 9 Elemente)Es nimmt nur bewusst wahrgenommene Informationen auf.
Die Inhalte des Kurzzeitgedächtnisses gehen nach etwa 20 Sekunden verloren, wenn man sie nicht wiederholt. Wird ein zum Beispiel neuer Lerninhalt durch mehrfaches unmittelbares Wiederholen lang genug im Kurzzeitspeicher gehalten, so wird er in den Langzeitspeicher übernommen.

Langzeitgedächtnis
Im Langzeitgedächtnis befinden sich die Informationen, die sich über Wiederholungen festigen. Die Kapazität ist unbegrenzt.

Lateralität
Die bevorzugte Verarbeitung bestimmter Prozesse in einer Großhirnhemisphäre.(aus Jean Ayres Bausteine der kindlichen Entwicklung)

Legasthenie
Eine umschriebene Lese-und Rechtschreibstörung, die einhergeht mit anhaltenden und eindeutigen Schwächen im Bereich Lese- und Rechtschreibung, die nicht auf das Entwicklungsalter, eine unterdurchschnittliche Intelligenz, fehlende Beschulung, psychische Erkrankungen oder Hirnschädigungen zurückzuführen sind.

Morbus Down
Durch eine Chromosomenanomalie (Trisomie des Chromosomen 21) verursachter Symptomenkomplex mit schwerwiegenden Entwicklungsstörungen (geistige Behinderung und körperliche Fehlbildungen)(aus DUDEN medizinischer Fachausdrücke)

Nystagmus
Augenzittern

Praxie (Motorische Planung /Bewegungsplanung)
Die Fähigkeit, des Gehirns, sich eine Folge ungeübter Handlungen vorzustellen, ihren Bewegungsablauf zu ordnen und auszuführen. (aus Jean Ayres Bausteine der kindlichen Entwicklung)

Propriozeption (Eigenwahrnehmung /Tiefensensibilität)
Die Empfindungen, die von Sinnesrezeptoren in den Muskeln und Gelenken, dem Gehirn zugeleitet werden. Die Eigenwahrnehmung vermittelt dem Gehirn, wann und in welchem Umfang sich Muskeln zusammenziehen oder strecken und wann und in welchem Ausmaß sich Gelenke beugen, strecken oder gezogen werden. Die Propriozeption ermöglicht dem Gehirn, in jedem Augenblick zu erkennen, wo jeder Körperteil sich befindet und wie er sich bewegt.

Rheuma
Schmerzhafte, das Allgemeinbefinden vielfach beeinträchtigende Erkrankung der Gelenke, Muskeln, Nerven, Sehnen. (aus DUDEN medizinischer Fachausdrücke)

Rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis)
Bezeichnet eine entzündliche Erkrankung der Gelenke. Der Krankheitsbeginn ist meist plötzlich, oft an den Finger- und Zehengelenken. Auch weitere Gelenke, wie Hand-, Knie-, Fuß-, Hüft- und Schultergelenk können betroffen sein. Die betroffenen Gelenke sind überwärmt und geschwollen. Der Krankheitsverlauf ist meist schubweise.

Sensomotorik
Beschreibt das Zusammenspiel von Empfindung und Bewegungsabläufen.

Sensorische Integration
Beschreibt das Zusammenspiel und Ordnen einzelner Sinneseindrücke und -systeme. Dies ist erforderlich, damit ein Mensch sich sinnvoll mit seiner Umgebung auseinandersetzen kann.

Spastik
Krampfartig erhöhter Muskeltonus, der nach Beginn einer Bewegung plötzlich nachlässt.

Stützreaktion
Bezeichnet die Reaktion, dass die Arme zum Schutz des Körpers und des Gesichts beim Fallen gestreckt werden.

Taktiles System
Betrifft den Sinn der Berührung von Haut und Schleimhäuten

Teilleistungsstörung
Teilleistungsstörungen sind isolierte Beeinträchtigungen einzelner Funktionen des Gehirns. Sie können verschiedene Bereich betreffen, zum Beispiel Fertigkeiten wie Fein- oder Grobmotorik, Wahrnehmung, allgemeine oder spezifische sprachliche Fertigkeiten. Teilleistungsstörungen können Ursache für Schwierigkeiten im Fach Mathematik und / oder Deutsch sein.

Tetraparese
Gleichzeitige Lähmung aller vier Gliedmaßen

Tonus
Spannungszustand der Muskulatur: Der Tonus wird verschiedenen Bewegungsmustern möglichst effektiv angepasst.

Tremor
Muskelzittern, motorische Reizerscheinung mit unwillkürlichen Bewegungen

Vestibuläres System
Gleichgewichtssystem

Wahrnehmung
Die Bedeutung, die das Gehirn einem Sinneseindruck beimisst. Empfindungen sind objektiv, Wahrnehmung ist subjektiv.(aus Jean Ayres Bausteine der kindlichen Entwicklung)

Wahrnehmungsstörungen
Die Wahrnehmungsstörungen beruhen auf einer Funktionsstörung des Gehirns. Die Umwelt wird durch mangelhafte Verarbeitung der Sinneseindrücke lückenhaft, verzerrt und undeutlich wahrgenommen. Sie können in unterschiedlichen Sinnessystemen auftreten.